UNSER WEG IN DER KLASSISCHEN REITKUNST

Die Dressur ist für die Pferde, nicht die Pferde für die Dressur. Leider sehen wir heute im Dressursport bis auf wenige rühmliche Ausnahmen überwiegend letzteres und dies auch noch in ausgesprochen schlechter Manier. Grundsätze der Ausbildung werden bewusst ignoriert, Pferde viel zu früh und falsch belastet.  Erfolge und Eitelkeit stehen im Vordergrund. Aber nicht nur im Sport. Ein Blick in Reitanlagen offenbart ein ebefalls überwiegend trauriges Bild. Reitlehrer und Bereiter können nur so gut sein wie ihre Ausbilder und genau hier fehlt es an einer fundierten Grundausbildung. Reitschulen, die nach tatsächlich klassischen Grundsätzen und Prinzipien des horsemanship ausbilden, sucht man vergeblich. Dazu kommt, dass kaum ein Reiter  heute noch wirklich die Kunst des Reitens erlernen möchte. Kritik ist nicht erwünscht. Selbstkritisches Hinterfragen bleibt aus. 

Unser Weg führte uns nach einigen Sackgassen zur klassischen Reitkunst. Das Ergebnis dieses Weges, den wir zielstrebig verfolgen,  ist ein zufriedener ausgeglichener aber aufgeweckter leistungsbereiter Hengst, der sich gut entwickelt. Die Turnierszene ist für uns keine Option mehr. Einzige Ausnahme ist die Working Equitation,  denn daran hat Sandokan sichtlich Spaß. Er fordert rigoros Abwechslung. Ein Aspekt, der im täglichen Umgang durchaus Ideenreichtum fordert.